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  Wolfgang Gäfgen (* 12.09.1936 in Hamburg) ist ein deutscher Künstler, der in den bildnerischen Ausdrucksmedien von großformatiger Handzeichnung, Holzdruck, Papierschnitt und Fotografie arbeitet. Seine Werke waren seit 1964 in zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen und sind u.a. in vielen deutschen sowie französischen Museen, öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.

Wolfgang Gäfgen gilt als einer der herausragenden Vertreter der Zeichnung und des neuen Holzdruckes des 20. und 21. Jahrhunderts im deutschsprachigen wie im französischen Raum und prägte als langjähriger Hochschullehrer an der Kunstakademie Stuttgart Generationen von Kunststudierenden.

Wolfgang Gäfgen studierte von 1956 bis 1958 zunächst an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg bei Theo Garve (1902–1987), einem Schüler von Max Beckmann (1884–1950), sowie bei Kurt Kranz (1910–1997), einem der letzten bedeutenden Vertreter der Bauhaus-Bewegung. Bis 1961 setzte der Künstler das Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart fort, wo Karl Rössing (1897–1987) und Walter Brudi (1907–1987) seine Lehrer waren, die sich beide insbesonders für zeitgenössische künstlerische Originalgrafik, Typografie und Buchkunst (vor allem im Hochdruck) engagierten.
  Während seiner Stuttgarter Studienzeit lernte Wolfgang Gäfgen auch Künstlerpersönlichkeiten wie Otto Dix (1891–1969), Erich Heckel (1883–1970) u.v.a. kennen.

Nach dem Studienabschluss wechselte Gäfgen nach Paris, wo er im  Atelier von Johnny Friedlaender (1912–1992), einem der international einflussreichsten Pioniere des Tiefdrucks (Radierung, Mezzotinto u.a.) wichtige Erfahrungen sammeln konnte. Seit diesem Zeitpunkt bis ins Jahr 2012 unterhielt Wolfgang Gäfgen – parallel zu Stuttgart – annähernd fünf Jahrzehnte auch ein eigenes Atelier in der französischen Hauptstadt.

Mit Einzelpräsentationen in französischen und deutschen Galerien wie Museumsinstitutionen seit den 1960er Jahren früh erfolgreich, vertreten auf diversen Grafikbiennalen und vielfach ausgezeichnet mit Kunstpreisen, nahm er im Jahr 1977 mit einem Block von Zeichnungen an der documenta 6, einer der weltweit wichtigsten Ausstellungsreihen, teil. Nach seiner Berufung an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart übernahm Wolfgang Gäfgen von 1983 bis 2002 dort die Professur für Freie Grafik.
und Malerei.

Er lebt und arbeitet in Stuttgart, wo sich in
Bad Cannstatt sein Atelier befindet.
  Wolfgang Gäfgen